[OSS] Schadanfälligkeit von OSs, war: Re: Antiviren-Programme
Markus Bölling
markus.boelling at fen-net.de
Do Apr 29 11:19:09 CEST 2010
Am 29.04.2010 um 09:07 schrieb Alexander Keller:
> Hallo liebe Leute,
>
> Markus Bölling schrieb:
>> einfacher wäre es, wenn man kein Windows im Schulnetz verwenden müsste. Mac oder Linux sind so gut wie unanfällig für Viren. Leider steht auch mir diese Option nicht zur Verfügung. Der Sachaufwandsträger zieht keine Macs in betracht.
>
> Da wäre ich auch dabei. Da aber meine Kolleg/inn/en und auch viele Schüler/innen
> bereits überfordert sind, wenn sie nicht "ihr" Word oder "ihren" IE finden, wird
> daraus wohl in absehbarer Zeit nichts - zumal es auch von Seiten der Schulleitung
> keine echte Unterstützung geben würde.
Wir haben im Kollegium etliche überzeugen können sich privat einen Mac zu kaufen. Fazit: Nach einer gewissen
Eingewöhnungszeit weniger Fragen, weniger Probleme.
>
> Allerdings muss man der Fairness halber sagen, dass eine deutlich zahlenmäßig
> größere Verbreitung von LINUX oder Mac auch dort zu einem größeren
> Viren/Bot/Backdoor/...-Problem führen würde, wie es das früher auch zB für den Mac
> gab. Ich erinnere mich da an die Anfangszeiten des Mac. In der Vor-Internet-Zeit
> waren Viren und entsprechende Antiviren-Programme für den Mac durchaus üblich.
> [Vielleicht fliegt in unserem häuslichen "Mac-Disketten-Archiv" sogar noch eines
> herum. ;-))] Und LINUX ist auch nicht unhackbar. Zu Zeiten der SuSE 6.4 hatte sich
> bei uns mal jemand über einen fehlerhaften ProFTPd eingehackt. Dankenswerter Weise
> hatte ich damals einen Schüler, der das System zurück-gehackt hat. ;-))
Sicherheitsprobleme hat jedes System. Fehler kommen in allen System vor. Meine Erfahrungen mit allen drei Systemen zeigt allerdings, dass es im Allgemeinen weniger Probleme mit Mac gibt. 80% meiner Zeit als Admin in der Schule geht für Probleme im Umfeld von Clients drauf. Viele kleine ärgerliche Details mit Windows-Systemen. Viren ist nur ein Punkt.
> Klar ist eine Implementierung von Schadcode in der *X-Welt schwieriger. Aber je
> "anwenderfreundlicher" die wird, umso anfälliger ist sie dann auch. (S. zB. das
> Riesenloch im X-Server des vielleicht heute herauskommenden Ubuntu 10.04.)
> Und auch beim Mac sind meines Wissens die Anwender mittlerweile so daran gewöhnt,
> die Installation als superuser einfach abzunicken, dass sich auf diesem Weg einiges
> an "Mist" einfinden kann.
Das zum Teil richtig. Allerdings ist dies nicht so leicht möglich, wie unter Windows. Obwohl hier ab Vista und Windows 7 die Hürden etwas gestiegen sind.
> Dass das in der Schule nicht geht, ist mir auch klar. Ich
> wollte nur darauf hinweisen, dass die grundsätzliche Problematik durchaus auch in
> anderen Computerwelten auftreten kann, als in der Fenster-Welt.
Richtig. Allerdings geht die Arbeit für den Admin zurück. Windows so abzusichern, dass es den Schülern alle Freiheiten lässt, die für ein sinnvolles Arbeiten nötig sind und andererseits es so nicht zu offen zu gestalten, dass die Schüler nach dem Gebrauch ein funktionierendes System zurücklassen. Zum Glück gibt es Imageing-System.
Gruß Markus